Dr. rer. nat. Iris Kräuter – Heilpraktikerin

Die Selbstbehandlung mit homöopathischen Komplexmitteln

Homöopathische Komplexmittel finden bevorzugt bei der Akutbehandlung alltäglicher leichterer Beschwerden und Erkältungskrankheiten Einsatz. Dabei handelt es sich um Kombinationspräparate bestehend aus zwei oder mehreren homöopathischen Einzelmitteln. Diese sind im Allgemeinen in niedriger Potenz (Verdünnung) enthalten. Die Hersteller gehen davon aus, dass sich die verschiedenen Einzelmittel in ihrer Wirkung gegenseitig ergänzen und verstärken.

Homöopathische Komplexmittel sind als Arzneimittel für eine bestimmte Anwendung/Beschwerde zugelassen. In ihrem Beipackzettel finden Sie daher Angaben zu einem konkreten Anwendungsbereich, was bei homöopathischen Einzelmitteln nicht der Fall ist. Dies erleichtert dem Laien die Selbstbehandlung. Aber auch Therapeuten profitieren, da sie selbst ohne mehrjährige Ausbildung eine homöopathische Behandlung anbieten können. Homöopathische Komplexmittel erfreuen sich daher zunehmender Beliebtheit.

Bitte beachten Sie die Hinweise auf dem Beipackzettel zur Einnahme homöopathischer Komplexmittel. Ärztlicherseits verordnete Medikamente sollten ohne Rücksprache mit dem Arzt nicht abgesetzt werden. Melden Sie sich, wenn Sie unsicher sind oder die Selbstbehandlung binnen kurzer Zeit nicht greifen sollte. Ich berate Sie gerne.

Wie jedes andere Mittel, sollten auch homöopathische Komplexmittel in der Selbstbehandlung mit Bedacht und vor allem nur über einen kurzen Zeitraum von bis zu wenigen Tagen angewendet werden. Dasselbe gilt für die Einnahme von homöopathischen Einzelmitteln (vgl. Beitrag zur Selbstbehandlung mit Einzelmitteln).

Die Behandlung von schwereren oder chronischen Beschwerden sollte ausschließlich von einem erfahrenen Heilpraktiker und gegebenenfalls ärztlich begleitet durchgeführt werden. Aus meiner Sicht ist die Anwendung homöopathischer Komplexmittel hier allgemein weniger empfehlenswert.